Kooperationen und Sponsorings

Wir sind Premium Sponsor des 

SV Sandhofen e.V.

Der SV Sandhofen e.V. ist ein junger gemeinnütziger Sportverein, der sich das Ziel gesetzt hat, den Damen- und Herren- sowie insbesondere den Jugendfußball auf eine besondere Art und Weise zu fördern.

Das Vereinsgelände des SV Sandhofen e.V. ist dank unserer Hilfe Herzsicher

"Wir stellen dem SV Sandhofen e.V. kostenfrei einen automatisierten externen Defibrillator (AED) zur Verfügung, um den Verein sowie das umliegende Umfeld herzsicher zu machen.
Während des Trainingsbetriebs, bei Spielen und sonstigen Veranstaltungen steht der Defibrillator jederzeit zur Verfügung und kann im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstands unmittelbar eingesetzt werden. Dadurch wird die Sicherheit für Sportlerinnen und Sportler, Vereinsmitglieder, Besucher sowie die örtliche Gemeinschaft deutlich erhöht.
Zusätzlich schulen wir alle Trainer, Übungsleiter und sonstigen Verantwortlichen des Vereins zu betrieblichen Ersthelfern inklusive einer umfassenden AED-Einweisung. So wird sichergestellt, dass im Notfall schnell und kompetent gehandelt werden kann.
Darüber hinaus unterstützen wir den SV Sandhofen mit Geldspenden zur Förderung des Kinder- und Jugendsports an Schulen in Mannheim. Ziel ist es, jungen Menschen den Zugang zu sportlichen Angeboten zu erleichtern und ihre gesundheitliche sowie soziale Entwicklung nachhaltig zu fördern.
Sämtliche Kosten für den AED – einschließlich Wartung, Verschleißteile, Batterien, Elektroden sowie einer möglichen Aufbereitung nach einem Einsatz – werden vollständig von unserem Unternehmen übernommen. Für den Verein entstehen keinerlei Anschaffungs-, Betriebs- oder Folgekosten.
Mit diesem Engagement leisten wir einen nachhaltigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge, zur Sicherheit im Sport und zur Förderung von Kindern und Jugendlichen in der Region."

Berichtet: Heiner Starke, Geschäftsführer der Emergency Experts GmbH

Warum ist ein AED gerade bei Fußballvereinen so wichtig?

Ein verschleppter Infekt, zu früher Trainingsstart...


... und plötzlich Kreislaufprobleme auf dem Platz - genau darin liegt das Risiko einer Herzmuskelentzündung bei Fußballern. Was oft wie harmlose Müdigkeit wirkt, kann im Leistungssport und im Amateurbereich schnell kritisch werden. Entscheidend ist, Warnzeichen ernst zu nehmen und Belastung nicht gegen den eigenen Körper durchzusetzen.

Warum eine Herzmuskelentzündung bei Fußballern so gefährlich ist

Eine Herzmuskelentzündung, medizinisch Myokarditis, entsteht häufig im Zusammenhang mit Virusinfekten. Problematisch ist nicht nur die Entzündung selbst, sondern die Kombination aus Infekt und körperlicher Belastung. Fußball fordert Herz-Kreislauf-System, Muskulatur und Regeneration gleichzeitig. Wer mit einem nicht auskurierten Infekt trainiert oder spielt, erhöht das Risiko, dass sich das Herz beteiligt.

Gerade bei Fußballern ist das tückisch, weil Beschwerden unspezifisch beginnen. Weniger Belastbarkeit, ungewöhnliche Atemnot, Herzstolpern oder Druck auf der Brust werden im Alltag schnell als Trainingsrückstand, Stress oder Folge eines grippalen Infekts abgetan. Genau diese Fehleinschätzung kann gefährlich werden. In schweren Fällen drohen Rhythmusstörungen, Leistungseinbruch oder akute kardiale Notfälle.

Typische Auslöser und Risikofaktoren

Häufig geht einer Myokarditis ein viraler Infekt voraus. Das kann eine Erkältung sein, eine Grippe, ein Magen-Darm-Infekt oder auch eine Covid-19-Erkrankung. Nicht jeder Infekt führt zu einer Herzbeteiligung, aber das Risiko steigt, wenn Betroffene trotz Fieber, Gliederschmerzen, Husten oder deutlicher Abgeschlagenheit wieder in den Sport einsteigen.

Im Fußball kommen mehrere Faktoren zusammen. Viele Spieler wollen den Anschluss nicht verlieren, unterschätzen Symptome oder orientieren sich nur daran, ob sie sich "halbwegs fit" fühlen. Hinzu kommen Spielbetrieb, sozialer Druck im Team und der Wunsch, schnell wieder verfügbar zu sein. Im Amateurbereich fehlt zudem oft eine enge medizinische Begleitung, wie sie im Profisport eher vorhanden ist.

Welche Symptome ernst genommen werden müssen

Eine Herzmuskelentzündung bei Fußballern zeigt sich nicht immer eindeutig. Alarmzeichen sind Brustschmerzen, Herzrasen, Herzstolpern, Luftnot bei geringer Belastung, Schwindel, ungewöhnliche Erschöpfung und ein deutlicher Leistungsabfall. Auch wer nach einem Infekt plötzlich merkt, dass Treppensteigen schwerfällt oder ein lockeres Training nicht mehr möglich ist, sollte nicht weitermachen.

Besonders kritisch ist die Situation, wenn Beschwerden unter Belastung auftreten oder nach Belastung anhalten. Dann gilt: Training sofort beenden und ärztlich abklären lassen. Wer kollabiert, über starke Brustschmerzen klagt oder auffällige Kreislaufprobleme zeigt, braucht eine umgehende medizinische Einschätzung.

Was auf dem Platz und im Verein richtig ist

Für Trainer, Betreuer und Mitspieler gilt ein einfacher Grundsatz: Symptome nicht wegdiskutieren. Niemand sollte nach Fieber, Infekt oder anhaltender Schwäche zum Mitmachen motiviert werden. Besser ist eine klare Sicherheitskultur im Verein. Wer krank ist, pausiert. Wer nach Krankheit Beschwerden hat, trainiert nicht auf Verdacht.

Im akuten Fall zählt strukturiertes Handeln. Betroffene aus der Belastung nehmen, beruhigen, Vitalzeichen beobachten und bei ernsten Beschwerden den Rettungsdienst alarmieren. Bei Bewusstlosigkeit muss sofort geprüft werden, ob normale Atmung vorhanden ist. Fehlt sie oder ist sie nicht normal, beginnt ohne Verzögerung die Wiederbelebung. Gerade im Sportumfeld zeigt sich, wie wichtig sichere Erste-Hilfe-Abläufe und regelmäßiges Notfalltraining sind.

Rückkehr ins Training - nur mit medizinischer Freigabe

Der häufigste Fehler ist der zu frühe Wiedereinstieg. Nach einem Infekt sollte erst dann wieder trainiert werden, wenn vollständige Beschwerdefreiheit besteht. Bei Verdacht auf Myokarditis reicht das nicht aus. Dann braucht es eine ärztliche Diagnostik und eine klare Belastungsfreigabe. Je nach Befund kann die Sportpause Wochen oder Monate dauern.

Das ist für ambitionierte Spieler schwer zu akzeptieren, medizinisch aber notwendig. Wer zu früh zurückkehrt, riskiert eine Verschlechterung oder bleibende Herzschäden. Es gibt also keinen sinnvollen Abkürzungsweg. Verantwortlich handelt, wer Regeneration als Teil der Leistungsfähigkeit versteht.

Prävention im Fußballalltag

Vorbeugung beginnt nicht erst beim Notfall. Vereine und Teams profitieren von klaren Regeln nach Infekten, einer offenen Kommunikation über Symptome und geschulten Ansprechpartnern am Spielfeldrand. Dazu gehört auch, dass Erste Hilfe nicht nur formal vorhanden ist, sondern praktisch beherrscht wird.

Sinnvoll sind feste Absprachen: kein Training bei Fieber, kein Spiel bei anhaltendem Husten oder ausgeprägter Schwäche, ärztliche Abklärung bei Brustschmerz, Herzrasen oder Luftnot nach Infekten. Für Veranstalter, Vereine und Verantwortliche ist zudem relevant, ob vor Ort medizinische Absicherung, Notfallausrüstung und eingewiesenes Personal vorhanden sind. Genau dort zeigt sich der Unterschied zwischen Papierkonzept und echter Einsatzbereitschaft.

Wer Sport sicher organisieren will, braucht keine Dramatisierung, sondern klare Abläufe. Eine Herzmuskelentzündung ist selten im Vergleich zu alltäglichen Sportbeschwerden, aber die Konsequenzen können gravierend sein. Umso wichtiger ist eine Haltung, die Gesundheit vor Einsatz stellt. Auf dem Fußballplatz ist das kein Zeichen von Schwäche, sondern professionelle Risikominimierung.

Weiterführende Artikel dazu:

„Wir von der Emergency Experts GmbH kennen Herzmuskelentzündungen...

... und die daraus teilweise resultierenden tragischen Ereignisse nicht nur aus den Medien. Vielen Menschen ist der Zusammenbruch des Fußballprofis Christian Eriksen während der UEFA Euro 2020 noch in Erinnerung, als er vor laufenden Kameras einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitt und erfolgreich reanimiert werden konnte.

Aus unserer langjährigen Tätigkeit im Rettungsdienst wissen wir jedoch, dass solche Notfälle keine Einzelfälle sind. Wir wurden im Rahmen unserer Einsätze auf zahlreiche Fußball- und andere Sportanlagen alarmiert und mussten dort sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche reanimieren. 
In einigen Fällen standen die Ereignisse im Zusammenhang mit zuvor nicht erkannten Herzmuskelentzündungen.

Gerade in solchen Situationen entscheidet schnelles und fachgerechtes Handeln über Leben und Tod. Deshalb legen wir großen Wert darauf, Trainer, Übungsleiter und weitere Verantwortliche umfassend in Erster Hilfe und im Umgang mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED) auszubilden. Gleichzeitig stellen wir für größere Veranstaltungen wie Fußballspiele, Turniere und Vereinsfeste professionell ausgebildetes Sanitätspersonal bereit. Unsere Einsatzkräfte verfügen über eine fundierte medizinische Ausbildung und können Notfälle auf hohem fachlichem Niveau versorgen.

Selbstverständlich ersetzen weder ein AED noch eine sanitätsdienstliche Absicherung die notwendige medizinische Vorsorge, regelmäßige Untersuchungen oder die erforderliche körperliche Schonung bei Erkrankungen. Diese Maßnahmen bleiben unverzichtbar. Sie ermöglichen jedoch ein sofortiges Eingreifen, wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem medizinischen Notfall kommt.

Unsere Notfallrucksäcke gehen dabei weit über die übliche Erste-Hilfe-Ausstattung hinaus. Sie enthalten unter anderem professionelle Beatmungshilfen, Defibrillatoren sowie weitere Ausrüstung zur erweiterten Notfallversorgung. Dadurch sind wir in der Lage, bereits unmittelbar am Einsatzort lebensrettende Maßnahmen auf einem hohen medizinischen Niveau einzuleiten und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.

Gerade vor dem Hintergrund der vielerorts angespannten Situation im Gesundheitswesen, begrenzter Rettungsmittelkapazitäten und hoher Einsatzbelastungen kann es vorkommen, dass Hilfe nicht innerhalb weniger Minuten verfügbar ist. Umso wichtiger ist es, dass vor Ort geschulte Ersthelfer, moderne Notfallausstattung und qualifiziertes Sanitätspersonal vorhanden sind. Sie bilden die entscheidende erste Rettungskette und können maßgeblich dazu beitragen, Leben zu retten und Folgeschäden zu minimieren.“


Hinweis: Der Fall von Christian Eriksen wurde nach öffentlichen Angaben nicht eindeutig auf eine Herzmuskelentzündung zurückgeführt. Deshalb habe ich den Bezug zu Herzmuskelentzündungen allgemein formuliert und Eriksen lediglich als bekanntes Beispiel für einen Herz-Kreislauf-Stillstand im Sport genannt.

Berichtet: Nils Langen, Notfallsanitäter und Ausbildungsleiter der Emergency Experts GmbH